Kurzbesuch genutzt, um kurz ein paar Belichtungsreihen zu machen. HDR-quickanddirty-Tour in Soest
Nach einigen Langzeitaufnahmen der ISS-Überflüge folgt nun ein erster Versuch, die ISS „einzufangen“. Am gestrigen Abend gab es gleich 2 Möglichkeiten dies zu testen. Schwierigkeiten dabei waren Helligkeit und Geschwindigkeit des Objektes und somit das richtige Einstellen der Kamera und das Mitziehen bei der Auslösung. Daher ginge dieses Bild auch eher als UFO-Foto aus den 70ern durch 😉
(300mm, RAW auf 25MP entwickelt und 100%-Crop um 100% vergrößert)
Nachdem ich im letzten Jahr nicht so Geduld und Ausdauer aufbringen wollte, um nachts alleine im Garten Kameras zu „bewachen“, habe ich dies jetzt nachgeholt. Angesagt ist derzeit der Meteorschauer der Perseiden, der sich jährlich wiederholt. Zu sehen sind dabei in die Atmosphäre eintretende Überreste eines Kometen, die die Luftmoleküle zum Leuchten bringen.
[16mm (Ausschnitt) / 1:2,8 / 30 Sek. / ISO 3200]
Hier ein kurzer Zusammenschnitt
Das Ergebnis von oben sieht man bei 0:15 (mittig, tief) eine weitere Perseide bei 1:16 , genau in der Mitte, ansonsten Flugzeuge und Satelliten. Bei 0:24-25 sieht man rechts oben in der Ecke 2 Aufklärungssatelliten im Parallelflug, die normalerweise nicht auffallen.
http://www.heavens-above.com/passdetails.asp?lat=51.43333&lng=7.333333&loc=Witten&alt=89&tz=CET&satid=31701&date=41132.9420906944&size=600
Eine Strand-Lodge, ein Naturfreibad und eine Reihe illuminierter Oldtimer sind die Zutaten für dieses Kurzvideo (Timelapse).
Von ca. 19:00 Uhr bis Mitternacht machte die (Foto-!) Kamera 2 Bilder in der Minute. Die ca. 500 Fotos wurden dann als Video verrechnet. Leider habe ich die Belichtung in der Dunkelheit erst recht spät angepasst und musste einmal den Akku wechseln. Daher bleibt Spielraum zum Üben.
(Ansicht in HD / Fullscreen auf Vimeo)
Am Mittwochmorgen gehörte ich selbst zu den Zweiflern, ob es mir denn gelungen ist, den Venustransit im Bild festgehalten zu haben. Die Sensorfleckentheorie ist da mit die naheliegendste Möglichkeit, dass ich nicht die Venus erwischt haben könnte. Anhand von unterschiedlichen Verlaufsgrafiken mit Uhrzeiten des 6:40 Std. dauernden Ereignisses schränkte ich meine Suche ein: Drei Bilder blieben, die den Blick auf den oberen Teil der Sonne ermöglichten.
„Flecken“, wie das, was ich als Venus interpretiere, waren in der Größe in den Bildern, die zur Debatte standen nirgends sonst zu erkennen. Weiterhin bestärkt mich in meiner Annahme, dass ich freihand fotografierte und der Bildausschnitt nicht immer identisch ist. Einen Folgefehler, wie er denn bei Stativaufnahmen hätte entstehen können, schloss ich so aus (ein Fleck immer an derselben Stelle im Bild / auf dem Sensor). Daher gehe ich weiterhin davon aus, dass der Fleck die Venus ist.
Hier noch einmal 2 Bilder mit 5 Min. Abstand: